Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Der Landfrauenverband Hessen (LFV-Hessen) und der Deutsche Landfrauenverband e.V. (dlv) nutzen das Jahr, um die Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft sichtbarer zu machen, echte Gleichstellung zu fordern und auf ungleiche Zugänge zu Land, Bildung und Finanzierung aufmerksam zu machen. Sie sorgen für Ernährung, Innovation und Wandel, doch bleiben oft unsichtbar.
Frauen in der Landwirtschaft leisten einen enormen Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit, zum Umweltschutz und zur Armutsbekämpfung. Trotzdem haben viele von ihnen noch immer keinen fairen Zugang zu Land, Bildung, Technik oder politischer Mitbestimmung. 2026 rücken diese Frauen ins Zentrum, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die echte Gleichstellung ermöglichen.
Warum das wichtig ist:
Ursula Pöhlig, Präsidentin des LFV-Hessen, äußert sich erfreut über die Würdigung durch die UN: „Das Jahr der Frauen in der Landwirtschaft auszurufen ist ein bedeutender Schritt, um die enormen Beiträge der Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen, anzuerkennen und Diskriminierung zu bekämpfen. Frauen sind weltweit - aber auch in Hessen - nicht nur entscheidende Akteurinnen auf den Feldern, Höfen und in den Unternehmen, sondern auch Fundament der Gemeinschaften auf dem Land. Das Jahr ist eine verdiente Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit und ihres Engagements“.
Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Wie können wir Vielfalt als Stärke nutzen – und wie gehen wir mit wachsenden Spannungen in unserem demokratischen System um? Das 2. Fachforum Ländliche Entwicklung Hessen am 5. September 2025 in Stadtallendorf dient dazu, gemeinsam Antworten zu finden. Unter dem Motto „Heimat bist du! – Zusammenhalt und Vielfalt“ treffen sich Engagierte, die nicht nur reden, sondern Ideen in Taten verwandeln wollen.
Warum es wichtig ist
Ländliche Räume stehen heute vor großen Herausforderungen: Spaltungen nehmen zu, demokratische Werte geraten unter Druck, gesellschaftliches Miteinander ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Gleichzeitig gibt es überall Menschen, die sich für lebendige, offene und solidarische Dörfer und Kleinstädte einsetzen.
Das Fachforum bietet genau diesen Menschen eine Bühne: zum Vernetzen, voneinander lernen und um frische Impulse mitzunehmen, die Mut machen. Wer teilnimmt, geht mit konkreten Ideen, neuen Kontakten und gestärktem Rückenwind für die eigene Arbeit nach Hause.
Zum Tag des Grundgesetzes startet das neue Projekt Frauen.Vielfalt.Politik. der EAF Berlin und des Deutschen LandFrauenverbandes, gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mit Informationen, Beratung, Best Practices und Vernetzung bietet es Lösungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kommunalpolitik. Damit sich mehr Frauen in ihrer Vielfalt in der Politik engagieren können und wollen – für eine starke Demokratie.
Mehr Informationen auf der Webseite des Deutschen Landfrauenverband (dlv): hier.
Anlässlich des Politischen Erntedanks 2024 verlieh Bundesminister Cem Özdemir die Professor Niklas-Medaille, die höchste Auszeichnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), an Petra Bentkämper, seit 2019 Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes (dlv).
Die hohe Ehre wurde Petra Bentkämper „in Würdigung ihrer hervorragenden Dienste für Frauen, Familien, Demokratie und Zusammenhalt in den ländlichen Räumen und der Landwirtschaft“ zuteil.
Nie wieder ist jetzt!
Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind die Basis für unser Zusammenleben. Demokratie als Staatsform muss nicht nur erlernt und gelebt, sondern auch jeden Tag neu verteidigt werden – von jedem von uns. Jetzt!
Zusammen gegen rechts
Rechte Parolen, rechte Parteien und Populismus scheinen wieder salonfähig zu sein. Sind sie aber nicht! Menschenverachtenden Ideen, die mit dem Unwort des Jahres „Remigration“ verbunden sind, stellen wir uns entschieden in den Weg. Wir im Landfrauenverband stehen zusammen gegen rechts.
Vielfalt und Toleranz leben
Hassreden und Verrohung der Sprache sind längst nicht mehr nur in den sozialen Netzwerken allgegenwärtig, sie bestimmen auch mehr und mehr unseren Alltag. Deshalb: Wir brauchen einen neuen
gesellschaftlichen Konsens für ein respektvolles, tolerantes und soziales Miteinander! Vielfalt und Toleranz leben heißt, sich mutig gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung zu stellen. Der
LFV-Hessen setzt das Thema Demokratie & Menschrechte auf die Tagesordnung, nimmt sich Zeit, über Rechtsextremismus, Populismus und antidemokratische Partien zu informieren. Denn im Verein
können wir etwas tun, für die Menschen, die Menschenwürde und die Demokratie.
Der Text wurde erstmals veröffentlicht im Januar 2024. Im Januar 2026 ist dieser noch immer aktuell.
Gemeinsam mit den Bezirksvereinen versendete der Landfrauenverband Hessen Wahlprüfsteine an die Direktkandidat:innen der Parteien. Welche Kandidat:innen geantwortet haben, können Sie der "Übersicht Wahlkreise" entnehmen.
Der Arbeitskreis Demokratie im LFV-Hessen hat die Antworten ausgewertet und in Übersichten zusammenfasst. Diese können thematisch auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Der Landfrauenverband Hessen hat Wahlprüfsteine an die Direktkandidat:innen der Parteien versendet. Der Arbeitskreis Demokratie im LFV-Hessen hat die Antworten der Kandidat:innen je Partei in einer PDF-Datei zusammengestellt.